Kinderarzt und Kinderkardiologe Dr. Marc Schlez, Neustadt/Weinstraße
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FAQ - Häufige Fragen

Ductus arteriosus Botalli (PDA)

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Illustration FAQDer PDA ist Teil des fetalen Umgehungskreislaufes vor der Geburt im Bauch der Mutter (siehe auch Foramen ovale). Er verbindet die Hauptschlagader mit der Lungenschlagader, dadurch kommt es zum Blutaustausch zwischen Lungen- und Körperkreislauf oder umgekehrt.

In der Regel schließt er sich automatisch bei gesunden Kindern kurz nach der Geburt. Bei Frühgeborenen, kranken Neugeborenen oder herzkranken Kindern kann der Verschluß jedoch ausbleiben. Bei schwer herzkranken Kindern kann das z.B. bei einer stark verminderten Durchblutung von Lunge oder der unteren Körperhälfte lebensrettend sein. Bei Kindern mit einem normal angelegtem Herz ist dies nicht notwendig und kann bei einer entsprechenden Größe des PDA auch für Probleme mit Herzerkrankung führen.

Dabei haben kleine PDA in der Regel keine Auswirkung auf das Herz und den Kreislauf, aber sie stellen ein Risiko für Entzündungen da und müssen deshalb konsequent mit Antibiotika bei entsprechenden Indikationen behandelt werden (siehe Endokarditisprophylaxe). Bei größeren PDA lassen sich in der Herzultraschalluntersuchung Zeichen einer erhöhten Belastung erkennen, z.B. ein erhöhter Lungendurchfluss oder eine Vergrößerung des linken Vorhofes. Dadurch kann sich die Indikation zum Verschluss ergeben. Dieser wird heute in der Regel durch eine Herzkatheteruntersuchung mit Hilfe einer kleinen Spirale, die etwa aussieht wie eine Kugelschreiberfeder, relativ sanft durchgeführt. Eine Operation ist in der Regel nicht notwendig. Kleinere oder unbedeutende PDA werden nicht verschlossen.

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